säen pflegen ernten

 
Das Ausstellungsprojekt

 
 
In den Zeiten knapper Kassen und von Kürzungen bedrohten Projekten, ist es uns ein Anliegen, Zeichen zu setzen, welche zuversichtlich stimmen und trotzdem nicht vergessen lassen, daß Kultur und ästhetischer Wert nicht nur „aus dem Bauch“ heraus zu schaffen ist.
Unter diesem Vorzeichen ist der Titel „Säen-Plegen-Ernten“ entstanden, der gleich zu setzen ist mit den kreativen Vorgängen im kulturellen Schaffensprozeß. Ideen müssen gesät werden, müssen auf vorbereiteten Boden treffen, der Keim muß gepflegt werden, es muß Mühe, Arbeit und Achtsamkeit investiert werden, um dann die Früchte zu ernten. Dieser Prozeß läßt sich auf verschiedene Lebensbereiche übertragen und trifft auf den produktiven Bereich genau so zu wie auf den kreativen. Die Paralelle zum Gartenbau liegt nahe, da auch hier ästhetische Werte geschaffen werden, die zwar einen Geldwert besitzen, dieser sich im Laufe der Jahre aber selbstlaufend potenziert.
In diesem Sinne entwickelte die Ateliergemeinschaft Bettfedernfabrik unter Leitung von Anna Grunemann ein Stehgreifprojet unter dem oben genannten Titel.
Jeder Künstler bezeichnete einen Gastkünstler, der sich auf dem Faustgelände mit einer Arbeit positionieren konnte. Dadurch wurde ein Parcours erzeugt, der aus der gegenwärtigen aktiven Auseinandersetzung von Künstlern untereinander entsand. Alle teilnehmenden Künstler beschäftigten sich in ganz unterschiedlicher Herangehensweise in ihren Arbeiten mit der Titelthematik.
Am Samstag, den 30. und Sonntag den 31.Oktober 2004 wurden auf dem Faustgelände in Hannover Objekte, Installation, Performances und Malerei, sowie ein Hörfunk-Projekt vorgestellt.